Der Psychotherapie-Lotse

Glossar

(Begriffserklärungen)

Im Bereich der Psychotherapie gibt es eine Vielzahl von Begriffen, deren Bedeutung häufig nicht ausreichend bekannt ist. Im Buch werden Begriffe erklärt, deren Bedeutung häufig nachgefragt wird. Ein Anspruch auf Vollständigkeit ist nicht gegeben und nicht beabsichtigt.

Weitergehend Interessierte werden an das Glossar p-portal verwiesen, das ständig erweitert und überarbeitet wird.

 

Leseprobe

Abhängigkeitserkrankungen

Es besteht ein starker Wunsch oder Zwang, der auch von körperlichen Entzugserscheinungen begleitet sein kann, bestimmte Substanzen, wie etwa Alkohol, Heroin oder Kokain, zu sich zu nehmen. Zunehmender Kontrollverlust bestimmt das Erleben und Verhalten des Abhängigen. Aktivitäten und Interessen, die nicht mit der Abhängigkeit in Verbindung stehen, werden immer mehr vernachlässigt.

Adipositas

Adipositas ist der medizinische Fachausdruck für Übergewicht. Damit bezeichnet man den Zustand eines Menschen, der durch eine übermäßige Ansammlung von Fettgewebe im Körper charakterisiert ist. Adipositas wird heute als eine chronische Störung der Gesundheit verstanden. Sie beruht auf einer komplexen genetischen Veranlagung, ist oft begleitet von Folgekrankheiten mit hohem Sterblichkeitsrisiko und macht eine langfristige Behandlung und Betreuung nötig. Übergewicht und krankhafte Adipositas sind heute in der Bevölkerung weit verbreitet. Etwa jeder dritte erwachsene Mensch in Europa ist übergewichtig und sollte aus gesundheitliche Gründen sein Gewicht verringern. Als Masseinheit für das individuelle Gewicht gilt der sogenannte „Body Mass Index“ (BMI), der nach der Formel berechnet wird: BMI = Körpergewicht in Kilogramm, geteilt durch Körpergrösse in Metern im Quadrat.

Agnosie

Störung des Erkennens trotz intakter Funktion der Sinnesorgane, der Intelligenz und des Bewusstseins. Ein wahrgenommener Gegenstand wird nicht wiedererkannt, das heißt mit Erinnerung in Beziehung gebracht.

Agoraphobie (Platzangst)

Es besteht eine starke Angst, sich in Menschenmengen, auf öffentlichen Plätzen aufzuhalten oder sich bei Reisen zu weit vom eigenen als sicher betrachteten Zuhause zu entfernen. Diese Situationen werden als so unangenehm erlebt, dass sie vermieden werden.

Agraphie

Agraphie bezeichnet eine Störung in einem bestimmten Zentrum des Großhirns, die zu Schreibunfähigkeit führt.

Akalkulie

Durch den Verlust des Zahlenvorstellungsvermögens kommt es zu Rechenunfähigkeit. Sie geht oft einher mit der Schädigung eines bestimmten Hirnbereichs.

Akinese

Es handelt sich um das Fehlen oder die Störung der willkürlichen Muskelaktivität. Die betroffene Muskulatur ist jedoch nicht gelähmt. Die Ursachen dafür sind Erkrankungen oder Verletzungen tieferer Hirnregionen oder Nebenwirkungen von bestimmten Medikamenten.

Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörungen

Es ist dem Patienten unmöglich, in verschiedenen Situationen eine Tätigkeit zu Ende zu bringen oder sich auf deren Bearbeitung hinreichend zu konzentrieren. Körperliche und gedankliche Ruhelosigkeit, Überaktivität und mangelnde Ausdauer, wo gerade Ruhe und Konzentration gefordert sind, sind hier verhaltensauffällig.

Algophobie

Übersteigerte Angst vor Schmerzen.

Alkoholismus

Alkoholismus bezeichnet die Abhängigkeit vom Alkohol. Es kommt zu einer zunehmenden Gewöhnung. Das Denken und Verhalten kreist immer mehr um das Trinken. Trotz immer größer werdender Nachteile durch den Alkoholkonsum, z.B. durch körperliche Schädigungen (Leber-, Hirnschädigung) oder soziale Benachteiligungen (Arbeitsplatzverlust, Scheidung) wird an dem abhängigen Verhalten festgehalten.

Alzheimer-Erkrankung

Beginnend zumeist im sechsten bis siebten Lebensjahrzehnt, verschlechtert sich der Zustand des Patienten eher langsam. Vergesslichkeit, Denk- und Wahrnehmungsstörungen, Sensibilitätsverlust, Gesichtsfeldausfälle und Koordinationsstörungen bis zum Verlust des Wissens um die eigene Person und Identität.

Amnesie

Amnesie bezeichnet eine allgemeine Beeinträchtigung der Erinnerungsfähigkeit, verursacht durch eine zeitweilige oder andauernde Erkrankung bestimmter Hirnregionen, die für Gedächtnisprozesse zuständig sind.